Phobia – Portrait of a Fearful Troubled Woman

Zwangsstörung: Gefangen in den Zwängen

Zwangsstörungen sind in bestimmten Situationen normal, und manchmal auch nötig. Denn es gibt Dinge, denen man sich nicht einfach sperren kann. Dazu gehören Abläufe, ohne die ein geregeltes Leben undenkbar wäre. Zum Beispiel die Rituale für einen guten Start in den Tag: Das Aufstehen zu einer bestimmten Zeit, die Morgentoilette und das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz.

In diesem Artikel schreibe ich darüber, was Sie gegen eine Zwangsstörung unternehmen können – und wie ich Ihnen adabei helfen kann.

Perfektionisten und Abergläubische befinden sich aufgrund ihrer besonderen Lebensansichten häufiger in Zwangslagen als andere. Der Perfektionist; weil er nur zufrieden ist, wenn alles perfekt verläuft. Der Abergläubische; weil der Aberglaube seinen Tagesablauf beeinflusst, wie beispielsweise an einem Freitag dem dreizehnten.

Wenn jemand, der dieses Datum mit Unglück verbindet, einen Vertrag unterzeichnen soll oder einer Arbeitsanweisung folgeleisten muss, wird ihm mulmig zumute. Demzufolge prüft er, ob die Aktion auf einen anderen Tag verlegt werden kann. Ist das nicht möglich, muss er sich notgedrungen zwingen, die Anweisung auszuführen bzw. den Termin einzuhalten.

Zwangsstörung

Zwangsstörung – Der Drang, etwas zu tun

Nun gibt es aber auch Menschen, die an einer sogenannten Zwangsstörung leiden. Diese sind von einer permanenten Zwanghaftigkeit geprägt, die sie zur Verzweiflung bringt. Gegen ihren Willen zwingen sie sich immer und immer wieder zu Dingen und Handlungen, von deren Notwendigkeit und Wichtigkeit sie meist nicht einmal überzeugt sind. Alle Versuche, sich gegen die Zwänge zu wehren, schlagen fehl.

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob Ihre Zwangshandlungen und die damit verbundenen Gedanken normal oder krankhaft sind, werden Sie gleich die Antwort auf Ihre Frage finden. Eine Zwangsstörung könnte vorliegen, wenn eine der folgenden Situationen auf Sie zutrifft:

Kontrollzwang

Sie können nicht ins Bett oder aus dem Haus gehen, ohne noch einmal gründlich überprüft zu haben, ob Herd, Bügeleisen, Licht usw. ausgeschaltet wurden oder die Haus- bzw. Wohnungstür auch ordentlich verschlossen ist. Dabei haben Sie weder gebügelt noch gekocht. Sie haben den Schlüssel ins Schloss gesteckt und mehrmals herumgedreht. Es ist alles in Ordnung. Sie wissen es, sind aber unsicher und trauen sich selbst nicht über den Weg. Deshalb reicht es auch nicht, die Überprüfung einmal durchzuführen. Sie müssen es immer wieder tun. Sie kommen nicht zur Ruhe oder an Ihr Ziel.

 Putz- und Waschzwang

Sie müssen jeden Tag ausgiebig Ihre Wohnung putzen oder sich viele Male am Tag von Kopf bis Fuß übertrieben gründlich waschen. Besonders oft werden die Hände geschrubbt. Manchmal enthält das Ritual auch die Reinigung der Kleidung. Gewaschen und geputzt wird immer dann, wenn Sie etwas berührt haben, das auch andere berühren.

Oder Sie befürchten, dass in Ihrer Wohnung etwas beschmutzt wurde. Die Angst, mit Bakterien oder Keimen in Berührung gekommen zu sein ist so groß, dass sofort gehandelt werden muss. Sie waschen sich und putzen, wobei Sie stets ein bestimmtes Ritual einhalten. Fehler oder Veränderungen darf es nicht geben, weil dann die Gedanken an Schmutz und Krankheitserreger wieder aufflammen. Treten sie doch auf, muss die ganze Prozedur noch einmal von vorn beginnen.

Ordnungszwang

Ordnung und Symmetrie spielt in Ihrem Leben die erste Geige. Das heißt: es muss alles symmetrisch und gleichförmig angeordnet oder eingeräumt sein. Das gilt für alle Örtlichkeiten, an denen man etwas unterbringt: Schreibtisch, Schrank, Keller, Garage, Dachboden usw. Es ist für Sie ein unerträglicher Zustand, wenn Ihre penible und systematisch geordnete Struktur durcheinander gerät.

Zähl- und Grübelzwang

Ihre Gedankengänge drehen sich nur noch um Situationen, die Sie nicht in den Griff bekommen. Oder Sie grübeln über Probleme nach, die Ihnen unlösbar erscheinen. Die unangenehmen Gedanken kreisen Ihnen endlos im Kopf herum und machen Ihnen das Leben zur Hölle. Sie liefern sich ihnen machtlos aus. Oder Sie zählen am laufenden Band die verschiedensten Dinge, Objekte und Erscheinungen, um den quälenden Gedanken zu entfliehen.

Zwangsstörung

Zwangsstörung – Häufige Symptome

Wir unterscheiden zwischen zwei Symptom-Formen: Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Meist geht einer Zwangshandlung mindestens ein Zwangsgedanke voraus. Zum besseren Verständnis zeige ich Ihnen nun zwei typische Beispiele:

Beim Wasch- und Putzzwang zwingt Sie der Gedanke an Schmutz, Keime, Bakterien und Krankheit, sich ständig übertrieben exzessiv zu waschen oder die Wohnung aufs penibelste zu reinigen.

Beim Kontrollzwang löst der Gedanke an Gefahren wie Einbrecher, Feuer und andere Katastrophen sowie unnötigen Energieverbrauch den zwanghaften Befehl aus, durch übermäßige Kontrollgänge derartige Vorkommnisse zu verhindern.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Zwangsstörungen sind nicht nur für die betroffenen eine große Belastung. In vielen Fällen leiden unter einer Zwangsstörung auch angehörige, Bekannte und Freunde. Zwangshandlungen stressen und zermürben das Nervensystem aller beteiligten.

Zwangsgedanken nehmen oft Dimensionen unvorstellbaren Ausmaßes an. Sie drehen sich um Angstzustände, Gefahren und Tot. Oft ziehen Zwangsgedanken auch außenstehende mit ein. Dann kreisen sie zum Beispiel um sexuelle oder kriminelle Handlungen. Das kann bis hin zum Mord reichen. Deshalb rate ich jedem betroffenen, sich bei Erkennung irgendwelcher Anzeichen so früh wie möglich professionelle Hilfe zu holen.

Wollen Sie, dass ich Ihnen helfe? Wenn ja, können Sie sich darauf verlassen, dass Sie in mir einen verständnisvollen, diskreten und einfühlsamen Partner finden. Im Rahmen eines vertraulichen Vorgesprächs lernen wir uns erst einmal kennen. Dann ergründen wir zusammen die Ursache Ihrer Zwangsstörung, um schließlich gemeinsam die für Sie geeignete Therapielösung zu finden.

Möchten Sie sich gern von der Sklaverei der unablässigen Zwanghaftigkeit losreißen können, um endlich wieder ein freier Mensch zu sein? Dann senden Sie mir doch einfach eine Anfrage oder rufen mich an, damit wir einen Sitzungstermin vereinbaren können. Ich freue mich auf Sie. 

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